Europäischer Protesttag am 5. Mai
27.04.2026

Menschenrechte sind nicht verhandelbar. Das ist das Motto für den diesjährigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. „Gesellschaftliche Teilhabe darf nicht in Frage gestellt werden – auch nicht in Zeiten knapper Kassen. Denn Teilhabe ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht. Und das ist nicht verhandelbar.“ Das betont die Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern, Carolina Trautner, anlässlich des Protesttages am 5. Mai.
Aktionen zum 5. Mai von und mit bayerischen Lebenshilfen
In vielen Städten, Gemeinden und Landkreisen gibt es rund um den 5. Mai gemeinsame Aktionen von Organisationen, Verbänden und Vereinen. Dabei soll auf die aktuelle Situation von Menschen mit Behinderungen und deren Familien aufmerksam gemacht werden. Seit vielen Jahren sind bayerische Lebenshilfen am Europäischen Protesttag aktiv.
Auch wir sind dabei! Im Landkreis Augsburg, in Königsbrunn, heißt es am 2. Mai von 10 bis 14 Uhr bei einer OBA-Kunstaktion „Gemeinsam wird´s bunt - mit Inklusion Farbe zeigen“. https://www.lebenshilfe-augsburg.de/de/aktuelles/meldungen/2026/Kreidemalaktion.php
Aktion Mensch unterstützt Protesttag
Die Veranstaltungen zum Europäischen Protesttag am 5. Mai werden bundesweit von der
Aktion Mensch gefördert und unterstützt.
Zum diesjährigen Motto erklärt die Aktion Mensch auf ihrer Website: „Die angekündigten
Sparmaßnahmen im Sozialbereich und veränderte politische Rahmenbedingungen in den
Kommunen bedrohen bereits erreichte Fortschritte für eine verbesserte Teilhabe von
Menschen mit Beeinträchtigung. (…) Es kann nicht sein, dass Menschen auf gesellschaftliche
Teilhabe verzichten müssen. Teilhabe ist kein Luxus, sondern Menschenrecht – und stärkt
unseren Zusammenhalt und unsere Demokratie. Darum: Werden wir laut zum 5. Mai! Gegen
Diskriminierung und Ausgrenzung, für Solidarität und Teilhabe!"
Der Aktionszeitraum läuft vom 2. bis 10. Mai. Weitere Informationen und (digitale) Materialien rund um den Protesttag #5Mai gibt es bei Aktion Mensch.
Kampagne und Petition der Lebenshilfe-Bundesvereinigung
Die Lebenshilfe richtet sich in ihrer bundesweiten Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“
ebenfalls gegen einen drohenden Sozialabbau und fordert ein Bekenntnis der
Bundesregierung zur uneingeschränkten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Zur
Kampagne wurde die Petition "Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit
Behinderung" beim Deutschen Bundestag eingereicht.
Der Lebenshilfe-Landesverband Bayern unterstützt die Aktion und ruft dazu auf, die Petition
mitzuzeichnen. Weitere Informationen und (digitale) Materialien zur Kampagne samt Link zur
Petition gibt es bei der Lebenshilfe-Bundesvereinigung.
Resolutionen der Lebenshilfe Bayern
Die Lebenshilfe Bayern hat in den letzten Jahren zwei Resolutionen zu Teilhabe und Inklusion verabschiedet: Im Jahr 2025 die Resolution "Gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Behinderungen verlässlich sichern – Teilhabe ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht!" und im Jahr 2024 die Resolution „Inklusion gestalten - Teilhabe von Menschen mit Behinderungen kommunal stärker verankern“. Darin fordert die Lebenshilfe Bayern unter anderem Politik und Kostenträger dazu auf, die Eingliederungshilfe bedarfsgerecht, dauerhaft und verlässlich zu finanzieren. Denngesellschaftliche Teilhabe dürfe auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen nicht in Frage gestellt werden. Das heißt: Keine Kürzungen zulasten von Menschen mit Behinderungen und deren Familien. Darüber hinaus nimmt sie die Kommunen in die Pflicht. Denn das soziale Miteinander, Teilhabe und Inklusion, passieren ganz konkret und alltäglich da, wo Menschen wohnen, arbeiten, leben – also in den Kommunen, in den Städten, Dörfern und Siedlungen.


